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TU Berlin

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TUPEX-4

TUPEX-4: Verifikation eines Ausfahrbaren Auslegers
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Das Schwerelosigkeitsexperiment startete in Bordeaux, Frankreich. Die Firma NoveSpace, die mit dem Airbus A-300 das weltweit größte Flugzeug für Parabelflüge betreibt, veranstaltet zusammen mit dem DLR-Raumfahrtmanagement zweimal jährlich Parabelflüge für die Forschung in Schwerelosigkeit. Hierfür wird durch ein spezielles Flugmanöver 30 Mal pro Flugtag für eine Zeitspanne von 22 Sekunden die Schwerkraft aufgehoben.

Der neu entwickelte Mechanismus mit einer Größe von 15 cm x 8 cm x 8 cm sorgt für die Ausrichtung eines etwa 20 Kilogramm schweren Satelliten relativ zum Gravitationsfeld der Erde, ohne dafür Energie aus den Solarzellen des Satelliten zu beziehen. Hauptbestandteil des ausfahrbaren Auslegersystems ist ein langes, geschlitztes Metallrohr, das auf eine Spule aufgewickelt wird. Die für das Ausfahren notwendige Energie ist in einer Feder gespeichert. Mit Hilfe dieser Feder kann das Rohr auf eine maximale Länge von 5 Meter ausgefahren werden. Sensoren am Ende des Auslegers messen die während des Flugs auftretende Beschleunigung und Rotation. Für den Weltraumeinsatz sind zusätzlich noch ein Magnetfeldsensor und eine kleine Kamera auf der Sensorplattform vorgesehen. Das extrem dünnwandige Auslegerrohr mit einer Wandstärke von nur 0,07 Millimeter kann die Sensorplattform am Ende des Auslegers unter normalen Schwerkraftbedingungen nicht tragen, weshalb der Funktionstest in der Schwerelosigkeit erforderlich wurde.

Test des ausfahrbaren Auslegersystems in der Schwerelosigkeit.
Lupe

Im Verlauf der Experimente konnten wertvolle Daten bezüglich des Verhaltens des ausfahrbaren Auslegers in der Schwerelosigkeit gesammelt werden. Hierfür wurden Ausfahrlänge, das Gewicht an der Spitze des Auslegers sowie die Stärke der Feder variiert. Aufbauend auf den Ergebnissen des Experimentes kann das Auslegersystem nun für den Einsatz im Orbit optimiert werden.

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Prof. Dr.-Ing. Klaus Brieß
Telefon: +49 30 314 21305
Raum F 515